Gesetz und Versprechen

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„Allzeit bereit!“, wird auch in der heutigen Umgangssprache als geflügeltes Wort gebraucht. Dies ist eines der ersten „Gesetze“, welches sich die Pfadibewegung setzte. So hart der Begriff „Gesetz“ klingen mag, so irreführend ist er. Es herrscht heute unter Pfadis ein Disput über diese unglückliche Bezeichnung. Anstatt einem Pfadigesetz sollte man eher von einem gemeinsamen Pfadi-Ehren-Kodex reden. Diesen Kodex ist keiner der Teilnehmer gezwungen einzuhalten. Es ist jedem Pfadi selbst überlassen in wie weit er den unten formulierten Punkten Aufmerksamkeit schenkt.

Im Pfadiversprechen, welches man erst im Leiteralter ablegt,verspricht der Pfadi sich mit dem Pfadigesetz auseinander zu setzen. Das heisst, sich zu überlegen, in wie fern es Sinn macht sich an alle Punkte striktestens zu halten oder in wie weit diese Punkte zeitgemäss sind. Gesetz und Versprechen sind Mittel mit welchen die Jugendlichen dazu angeregt werden sollen, sich Gedanken zu machen. Zum einen in einer beobachtenden Rolle über das, was um ihn herum passiert. Zum anderen soll es ein Prozess der Selbstreflexion sein. Die Jugendlichen sollen sich damit auseinander setzen, welche Rechte und Pflichten sie im gemeinschaftlichen Zusammenleben haben. Das Pfadigesetz Ausgehend von den Entwürfen des Pfadigründer Lord Robert Baden-Powell entwickelte beinahe jeder Nationalverband eigene Pfadirichtlinien deren Einhaltung jedes Mitglied für sich selbst verantwortlich ist.

Das Pfadi-Gesetz der Pfadibewegung Schweiz umfasst folgende acht Punkte:

Wir Pfadi wollen...

  • ...offen und ehrlich sein
  • ...Freude suchen und weitergeben
  • ...unsere Hilfe anbieten
  • ...uns entscheiden und Verantwortung tragen
  • ...andere verstehen und achten
  • ...miteinander teilen
  • ...Sorge tragen zur Natur und allem Leben
  • ...Schwierigkeiten mit Zuversicht begegnen

Das Pfadiversprechen

Das Ablegen des Versprechens ist freiwillig, die Pfadis bekräftigen damit die Absicht, sich mit den Punkten des Pfadigedankens auch im eigenen Alltag auseinander zu setzen und bestätigen ihre Zugehörigkeit zur Pfadibewegung. Ich verspreche, mein möglichstes zu tun, um

  • mich immer von neuem mit dem Pfadigesetz auseinander zusetzen
  • nach Sinn und Ziel meines Lebens zu suchen
  • mich in jeder Gemeinschaft einzusetzen, in der ich lebe

(Im Vertrauen auf Gott und) zusammen mit Euch allen versuche ich, nach diesem Versprechen zu leben.